• Auszeichnung
  • Thomas A. Bauer, Marko Ivanisin, Bernd Mikuszeit (Hrsg.) Evaluierung von Bildungsmedien und Multimedia Kriterien und Weiterbildungsangebote Internetpublikation zum Projekt




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    Bildungsbereich:

    Sekundarstufe II, Weiterbildung/Fortbildung, Erwachsenenbildung

    Bildungskategorie:

    ethische Bildung, historische Bildung

    Ethik-
    Themenfeld:

    6. Bürger und Gesellschaft

    6.1. Der Einzelne und die Gesellschaft

    6.2. Die Gesellschaft für den Einzelnen




    Schlagwort:

    Bildungsmedium, Nachschlagewerk/Lexikon, Unterrichtsmedium, Zeitgeschichte, Griechenland, Europa, Ethik, history, Greece, Europe, ethics

    Systematik:

    Ethik, Geschichte, Interkulturelle Bildung, Medienpädagogik, Politische Bildung

    Auszeichnung

    Auszeichnungs-Art:

    Euromedia-Medaille

    Auszeichnungs-Jahr:

    2000

    Auszeichnungs-Ort:

    Hagen

    Auszeichnungs-text:

    Das Video "Vom Widerstand zum Bürgerkrieg" ist die zweite Folge einer Dokumentationsreihe mit dem Titel : "Kommunismus: Die große Utopie des 20. Jahrhunderts".Das erste Video dieser Reihe: " Die romantischen Jahre" wie auch die dritte: "Wie die ersten Christen" und das vierte (2 weitere sind in Vorbereitung): "Der Papst ist unfehlbar" legen ihren Schwerpunkt eher auf die internationale Situation und versuchen die Ereignisse in der Sowjetunion und ihre internationalen Konsequenzen bildlich zu zeigen und filmisch zu interpretieren, wobei der Fall Griechenland eher beiläufig erwähnt wir. Die Entscheidung für den zweiten Beitrag: "Vom Widerstand zum Bürgerkrieg" ist gefallen, weil darin ein Gleichgewicht der Schwerpunkte zustande gekommen ist, wenn man bedenkt, daß das entscheidende Auswahlkriterium nicht nur die filmische Qualität, die Fülle des Materials, die historisch korrekte Auswahl des Materials, die Originalität der Recherche und der Darstellung der Ereignisse, gestützt auf bis jetzt nicht bekannten Filmdokumenten ( der Zusammenbruch der SU machte dies möglich), sondern auch die Hervorhebung der nationalen historischen Ereignissen einbezogen in dem europäischen Rahmen.Kriterium war also nicht eine ethnozentrische Interpretation und Darstellung der Geschichte, sondern die Initiierung einer Reflexion auf der Basis des Verständnisses, dessen was in Griechenland passiert ist und seiner Einbettung im Welt, bzw. Europäischen Geschehen. Diese Anforderungen erfüllt das besagte Video auf eine paradigmatische Weise. Seine Qualitäten sind hervorzuheben. Qualitäten, die durch die Erprobung seiner Anwendung in der Erwachsenenbildung noch klarer, durch die Reaktion der Teilnehmer, herausgestellt wurden."Vom Widerstand zum Bürgerkrieg" durchbricht die bis heute noch mehr oder minder herrschenden ideologischen Grenzen der Dokumentation. Da solche Dokumente erst in den 80ger Jahren im griechischen Fernsehen möglich wurde, unterlagen einer ideologischen Interpretation der Geschichte, die sowohl die englische und amerikanische Rolle während der Zeit des Widerstandes und vor allem im Bürgerkrieg verdammten, als auch die Rolle der KP und des "Volkes" glorifizierten und heroisierten um im Endeffekt, die Ereignisse als die Vorgeschichte und die historische Legitimation der Regierungsübernahme durch die PASOK (1981) darzustellen. Man soll dabei bedenken, daß die Erfahrung der Diktatur, die sich des Bürgerkrieges ebenfalls ideologisch bediente, diese Form der Darstellung besonders begünstigt und - oberflächlich zumindest plausibel gemacht hat.Der Film von Kouloglou ist besonders erfolgreich in seinem Versuch den historischen Abstand auszunutzen um der Objektivität treu zu bleiben. Er meidet Parteinahme und erreicht einen Grad an Objektivität und Nüchternheit den man beispielhaft bezeichnen kann. Gleichzeitig besteht das Video zum großen Teil aus einem bis jetzt noch nicht gezeigten Material, das als solches schon Seiten der Brutalität und der Absurdität des Bürgerkrieges beleuchtet und dadurch dem objektiven Blick und dem aufklärerischen Charakter des Filmes entscheidend dient. Schließlich wurde die Entscheidung getroffen, weil die Interaktion zwischen Tondokumenten, Text und filmischer Darstellung folgendes erreicht hat: a) Die Einbettung der griechischen Erfahrung in die europäische als einen Teil von ihr und b) Daß Krieg und Bürgerkrieg die Destruktion der europäischen Zivilisation bedeutet hat, deren Teil Griechenland ist, und daß die kritische Reflexion darüber die einzige vernünftige Perspektive sein kann.Aus den oben genannten Gründen kam die Kommission zu dem Ergebnis der Prämierung dieses Dokumentarvideos, nicht zuletzt auch, weil es ohne belehren zu wollen ein ausgesprochen gelungenes Lehrmaterial ist.Das Video " Der Kommunismus: Die große Utopie des 20. Jahrhunderts. Vom Widerstand zum Bürgerkrieg " wird aufgrund seiner Qualität mit der Euro-Comenius-Medaille 2000 der GPI ausgezeichnet.Univ.-Prof. Dr. Dimitris Charalambis,

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