Text aus: Des Bischofs Theodoret von Cyrus Kirchengeschichte / aus dem Griechischen übers und mit Einl und Anmerkungen versehen von Andreas Seider.




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in der Zeit, sondern vor aller Zeit hat. Im Munde der orthodoxen Verfasser des Symbolums ist der Zusatz „was er aber usw.” ganz überflüssig, weil kurz vorher im nämlichen Satz bereits betont wurde, daß Christus vor allen Zeiträumen sei.

5 Diese Angabe, welche den Bischöfen Valens und Ursacius Sabellianismus zur Last legt, ist unrichtig. Vgl. oben S. 107 Anm. 5.

6 Hypostase (ὑπόστασις) [hypostasis] wird hier von den Arianern wie von den Verfassern des Symbolums in dem gleichen Sinne gebraucht wie vom Nizänum, nämlich als gleichbedeutend mit οὐσία [ousia], Wesenheit oder Substanz. Erst später haben die sogen. Jungnizäner (Basilius, Gregor von Nazianz, Gregor von Nyssa u. a.) das Wort Hypostase im Sinne von Person genommen und in Gott eine οὐσία [ousia] und drei Hypostasen gelehrt, was sich allmählich einbürgerte und vom Konzil von Chalcedon 451 sanktioniert wurde.

1 Joh. 14, 10.

2 Joh. 10, 30.

3 Weish. 7, 21.

4 Joh. 1, 3.

5 Arius lehrte, daß der Logos nur uneigentlich, mißbräuchlich (καταχρηστικῶς) [katachrēstikōs] Logos genannt werde; derselbe sei vielmehr selbst durch den wahren und eigentlichen Logos, durch die innere Weisheit des Vaters (den philonischen λόγος ἐνδιάθετος) [logos endiathetos] geschaffen worden als λόγος προφορικός [logos prophorikos]. Vgl. Hefele I ², 270. Diesem doppelten Logos gegenüber betont unser Symbolum, daß es neben dem Logos des Vaters keinen anderen mehr gibt.

6 Vgl. 1 Kor. 1, 24.

7 Joh. 1, 18.

8 Kol. 1, 15.

9 Vgl. Joh. 1, 18; 14, 10.

10 Kol. 1, 15, 18.

11 Kol. 1, 15, 18.

12 Joh. 10, 30.

1 Wenn hier gesagt wird, daß der Sohn Gottes sich mit dem Menschen umkleidet, daß er denselben angenommen hat aus Maria der Jungfrau, und ebenso wenn es im nachfolgenden heißt, nicht Gott sei im Menschen, sondern der Mensch in Gott auferstanden, so ist das eine ungenaue Ausdrucksweise, wie sie in der Zeit vor den nestorianischen Streitigkeiten auch bei verschiedenen Vätern sich findet. Mensch = menschliche Natur. Nicht der Mensch hat gelitten und ist auferstanden, sondern der Sohn Gottes seiner menschlichen Natur nach.

2 Joh. 17, 21.

1 Onagros = ὂνος ἂγριος [onos agrios] der wilde Esel.

1 Im Jahre 346. Die zweite Verbannung des hl. Athanasius dauerte sonach von 339—346.

2 Im Jahre 356. — Als Kaiser Konstans, der mächtigste Beschützer des nizänischen Glaubens, 350 gestorben war und dessen Mörder, der Usurpator Magnentius, von Konstantius 351 überwunden, sich 353 selbst entleibte, da konnte Konstantius, nunmehr Alleinherrscher geworden und in seiner Herrschaft gesichert, wieder freier und offener für die Sache der Arianer eintreten. Auf den Synoden von Arles (353) und Mailand (355) wurde dieAbsetzung des Athanasius mit Gewalt erzwungen. Die Bischöfe, welche diesem ungerechten Urteil nicht zustimmten, wurden in die Verbannung geschickt, so Paulinus von Trier schon 353, die Bischöfe Eusebius von Vercelli, Dionysius von Mailand, Lucifer von Calaris, Liberius von Rom, Hosius von Corduba 355, Hilarius von Poitiers 356. In dem gleichen Jahre 356 mußte Athanasius neuerdings die Flucht ergreifen, um sein Leben zu retten. Dritte Verbannung 356—362. Vgl. Hefele CG I ². 652 ff.

1 Athanas. de fuga sua c. 24, bei Migne, s. gr. 25, 673—676.

2 Vielleicht Ps. 135 [Ps. 136]; vgl. Ps. 117, 1—4 u. 29 [Ps. 118, 1—4 u. 29].

1 Athanas. Apol. de fuga sua c. 6 u. 7, bei Migne, s. gr. 25, 652 f. Vgl. Vita s. Athanas. c. 20 bei Migne, 25 Proleg. CCIII.

1 Im Jahre 355. — Theodoret berichtet über die Synode von Mailand erst in diesem Kapitel, obschon sie chronologisch und dem kausalen Zusammenhange nach der Verbannung des Athanasius und den in Kapitel 13 und 14 erzählten Ereignissen voranging. Vgl. oben S. 117 A. 1.

2 Vgl. oben S. 91 A. 2 und 117 A. 1.

3 Athanas. Apol. de fuga sua c. 4 u. 5, bei Migne ser. gr. 25, 649.

1 Paulinus von Trier, Dionysius von Mailand, Lucifer von Calaris, Eusebius von Vercelli. Der erstgenannte Bischof Paulinus von Trier wurde aber nicht erst von der Synode von Mailand, sondern bereits zwei Jahre früher von der Synode von Arles gebannt. Vgl. oben S. 117 A. 1.

2 Athanas. Apol. de fuga sua c. 3, bei Migne ser. gr. 25, 648 f.

3 Antiochien, Paltos und Beröa sind Städte in Syrien, Balaneä und Antarados in Phönizien, Adrianopel in Thrazien, Ancyra in Kleinasien (Galatien), Gaza in Palästina.

1 Silvester I. regierte 314—35; diesem folgte zunächst Markus 336, sodann Julius I. 337—52 und Liberius 352—66.

1 Anstatt “Nizäa” ist wahrscheinlich “Tyrus” zu lesen. Denn gegen Athanasius wurde nicht in Nizäa, sondern in Tyrus (und in Sardika) verhandelt. Auch Papst Liberius hat in seiner Erwiderung offenbar die Synode von Tyrus im Auge, wenn er auf die Behauptung des Eunuchen Eusebius, Athanasius sei zu Nizäa der Abweichung vom katholischen Glauben überführt worden, sofort entgegnet, nur fünf von den in die Mareotis gesandten Bischöfen hätten ihr Urteil gegen Athanasius abgegeben. Diese Abgeordneten aber waren von der Synode von Tyrus abgeschickt worden. Vgl. oben I 30, S. 86 unten. Hefele, CG I ², 467.

2 Die Angabe des Liberius, daß Athanasius mit dieser Deputation nach der Mareotis gesegelt sei, ist ebenfalls unrichtig. Die von der Synode von Tyrus abgesandte Deputation nahm zwar den Ankläger, den falschen Priester Ischyras, mit sich, derangeklagte Priester des Athanasius dagegen, Makarius, der beschuldigt war, anläßlich einer Visitation des hl. Athanasius den Altar des Ischyras umgestürzt und den Kelch desselben zerbrochen zu haben, mußte gefesselt in Tyrus zurückbleiben. Athanasius aber begab sich, nachdem ihm alle Hoffnung auf ein gerechtes Urteil der Synode geschwunden war, noch vor der Rückkehr der Deputation und noch vor seiner Verurteilung klagend zum Kaiser nach Konstantinopel. Vgl. Athanas. Apol. c. Arian. c. 13, bei Migne s. gr. 25 col. 269—272. Vita s. Athan. c. 20, bei Migne 25 Proleg. p. LXXXVI. Hefele CG I ², 467 ff.

3 Theogonius war Bischof von Nizäa, Theodorus von Heraklea in Thrazien, Maris von Chalcedon, Valens von Mursa (jetzt Essek) in Pannonien, Ursacius von Singidunum (jetzt Belgrad) in Mösien. Athanasius nennt da, wo er die Deputierten aufzählt, die beiden letzteren ziemlich jung an Alter und an Sitten (νεωτέρους τὴν ἡλικίαν καὶ τὸν τρόπον) [neōterous tēn hēlikian kai ton tropon]”. Apolog. c. Arianos c. 13, bei Migne ser. gr. 25, 269.

4 Auch diese Angabe, daß die in die Mareotis gesandten Bischöfe auf der Synode zu Sardika wegen ihrer verleumderischen Denkschrift um Verzeihung gebeten hätten, ist nicht zutreffend. Wohl haben die beiden Hofbischöfe Valens und Ursacius ihre falschen Angaben später zurückgenommen, aber das geschah nicht zu Sardika, sondern auf einer anderen Synode, die 347 wahrscheinlich zu Mailand stattfand. — Die Deputierten hatten ihre Untersuchung in der Mareotis mit leidenschaftlicher Parteilichkeit geführt und demnach auch einen ganz falschen und ungerechten Bericht geliefert, der in Verbindung mit anderen Anschuldigungen die Verurteilung und Absetzung des Athanasius auf der Synode zu Tyrus begründen sollte. Als aber nach der Synode von Sardika (343/44) der Kaiser Konstantius auf Drängen seines Bruders Konstans die Rückkehr des hl. Athanasius aus dem zweiten Exil gestattete und auch sonst sich demNizänischen Glauben wieder mehr näherte, da hielten es die beiden Hofbischöfe Valens und Ursacius für geraten, auch ihrerseits über Arius das Anathem auszusprechen und in einem Schreiben an den Papst Julius ihre bisherige schlimme Ansicht über Athanasius als irrig zu widerrufen und um Aufnahme in die Kirchengemeinschaft zu bitten. Hefele CG I ², 554, 637 f. Vgl. unten das Schreiben der Synode von Rimini an den Kaiser Konstantius in Kap. 19 dieses Buches S. 136.

1 Das Folgende: Als Liberius usw., gehört ohne Zweifel noch zu der von Theodoret übernommenen Aufzeichnung des Dialogs zwischen Konstantius und Liberius. Hierfür spricht die ganze aktenmäßige, knappe Fassung und namentlich auch die wiederholte Wendung: Λιβέριος εἲπεν [Liberios eïpen], wie sie ähnlich in amtlichen Protokollen vorzukommen pflegt und auch bisher in der Mitteilung des Dialogs angewendet wurde neben der noch kürzeren Form der bloßen Nennung des Namens (Λιβέριος, ὁ βασιλεύς) [Liberios, ho basileus.

1 Wie Athanasius, Hilarius von Poitiers, Hieronymus und am bestimmtesten und ausführlichsten Sozomenus (HE IV, 15) berichten, hätte Liberius sich die Rückkehr aus dem Exil durch Unterzeichnung der dritten sirmischen Formel vom Jahre 358 erkauft. Diese Formel, eine Zusammenstellung früherer Synodalbeschlüsse, war zwar im ganzen orthodox, vermied aber das nizänische ὁμοούσιος [homoousios], das die Eusebianer immer als Deckmantel des Sabellianismus verdächtigten, und indem sie das Dekret der Synode von Antiochien gegen Paul von Samosata vom Jahre 268 erneuerte, lehnte sie den Ausdruck ὁμοούσιος [homoousios] geradezu ab. Liberius suchte jedoch seine Orthodoxie zu retten durch die Erklärung, daß jeder aus der Kirche ausgeschlossen sein solle, der nicht bekenne, daß der Sohn dem Vater dem Wesen nach und in allem ähnlich sei. — Vgl. zur „Liberiusfrage” Hefele CG I ², 681—696. Die neuere Literatur bei Funk-Bihlmeyer, KG 7 1921, 196. — Über Liberius und Felix vgl. Döllinger, Papstfabeln ² 1890, 126—145. Weitere Literatur bei Funk-Bihlmeyer 202 u. 196.

2 Im Jahre 359. — Als die Arianer auf der Synode zu Mailand 355 über die Katholiken den Sieg errungen hatten, zerfielen sie selbst in verschiedene Parteien. Bisher, im Kampfe gegen das nizänische ὁμοούσιος [homoousios], waren sie unter Zurückstellung ihrer eigenen Meinungsverschiedenheiten immer als einheitliche Partei aufgetreten, jetzt aber auf der Höhe ihrer Macht trat der innere Zwiespalt unverhüllt hervor. Die Hauptfrage, um welche der Streit sich drehte, war, ob der Sohn dem Vater ähnlich (ὄμοιος) [homoios] oder unähnlich (ἀνόμοιος) [anomoios] sei. Die strengeren Arianer behaupteten, daß der Sohn dem Vater durchaus unähnlich sei (Anhomöer). Ihre Hauptvertreter waren Aëtius und Eunomius (daher auch Aëtianer und Eunomianer genannt). Die gemäßigteren Arianer, die Nachfolger der alten Eusebianer, erklärten dagegen, daß der Sohn dem Vater ähnlich sei (Homöer). Diese waren aber selbst wieder in sich gespalten. Die einen sprachen von einer Ähnlichkeit im allgemeinen oder dem Wollen und Wirken, nicht aber dem Wesen nach (Homöer im engeren Sinne). Ihre Führer waren die oft genannten Hofbischöfe Valens und Ursacius. Sie waren von den Anhomöern nicht viel verschieden. Die anderen gaben eine totale Ähnlichkeit zwischen Vater und Sohn zu, auch dem Wesen (οὐσια) [ousia] nach (Homoiusianer, bei Epiphanius nicht ganz mit Recht ἡμιάρειοι [hēmiareioi], Semiarianer genannt). An ihrer Spitze standen die Bischöfe Basilius von Ancyra und Georg von Laodicea. Sie kamen der katholischen Kirche sehr nahe und haben sich später auch leicht mit derselben vereinigt. Die Pneumatomachen endlich hielten den Hl. Geist für ein Geschöpf, wenn auch für das erste und vornehmste Geschöpf des Sohnes. — Vgl. Hefele CG I ², 666 ff.; Funk-Bihlmeyer KG 7 1921, S. 195. — Theodoret kommt auf das Parteiwesen unter den Arianern erst unten in Kap. 30 zu sprechen, handelt aber auch dort hierüber nicht mit der wünschenswerten Vollständigkeit.

1 Nachdem auf der sirmischen Synode vom Jahre 358 eine Vereinigung zwischen Katholiken und Semiarianern sich angebahnt hatte, wollte der Kaiser zur vollen Herstellung des Friedens im nächsten Jahre 359 eine allgemeine Reichssynode veranstalten. Die Hofbischöfe jedoch, welche fürchteten, daß auf einer allgemeinen Synode die orthodoxen Abendländer mit den semiarianischen Morgenländern sich verständigen und vereinigen könnten, bestimmten den Kaiser, zwei getrennte Synoden zu berufen, eine abendländische nach Ariminum (Rimini) und eine morgenländische nach Seleucia in Isaurien. Die erstere fand im Sommer, letztere im Herbst 359 statt. Dazu entwarfen die strengen Arianer am Hoflager zu Sirmium in Gemeinschaft mit den Semiarianern im voraus die (4. sirmische) Formel, welche beiden Synoden zur Annahme vorgelegt werden sollte. Es war in der Hauptsache die 3. sirmische Formel, welche den Ausdruck οὐσία [ousia] verwarf und erklärte, daß der Sohn dem Vater in allem ähnlich sei nach der Lehre der Schrift. Obwohl nun in Rimini die Orthodoxen, in Seleucia die Semiarianer das Übergewicht hatten, wurden doch sowohl die abendländischen Bischöfe in Rimini, wie auch die Deputation, welche von Seleucia nach Konstantinopel geschickt wurde, und endlich im nächsten Jahre 360 eine neue Synode in Konstantinopel zur Annahme der genannten (4. sirmischen) Formel gezwungen, und zwar zu der noch abgeschwächten Formel, indem inzwischen zu Nice in Thrazien das den strengen Arianern anstößige κατὰ πάντα [kata panta] (in allem) gestrichen worden war, so daß nur mehr eine Ähnlichkeit nach der Schrift angenommen wurde. Vgl. Hefele CG I ², 697—726. — Theodoret reißt die beiden zusammengehörigen Synoden ziemlich weit auseinander; er handelt von der Synode von Seleucia erst unten in Kap. 27.

2 Dieses Synodalschreiben findet sich auch bei Athanasius De synodis c. 10 (Migne, ser. gr. 26, 696—700), bei Sokrates II, 37 (Migne 67, 312—17), Sozomenus IV, 18 (Migne 67, 1164 bis 1168), Kassiodor Hist. trip. V, 21 (Migne, s. lat. 69, 1001 bis 1003). Der Wortlaut des in lateinischer Sprache abgefaßten Schreibens würde wohl in den sog. Hilarius-Fragmenten, Fragm. VIII (Migne, s. lat. 10, 699—701) vorliegen, wenn nicht der Text fast heillos entstellt wäre.

1 Die hier erwähnte Synode zu Mailand ist nicht die vom Jahre 355 (s. oben II 15, S. 122), sondern eine frühere vom Jahre 347. S. oben S. 127 A. 2 und Hefele, CG I ², 637—39.

1 Die Abgeordneten der Synode von Rimini, welche dem Kaiser die orthodoxen Beschlüsse der Synode überbrachten, waren von Konstantius gar nicht vorgelassen, sondern zuerst nach Adrianopel und später nach Nice in Thrazien gewiesen worden. Hier in Nice aber wurden sie durch List und Gewalt gezwungen, die oben im Texte folgende abgeschwächte vierte sirmische Formel anzunehmen. Vgl. hierzu S. 134 A. 1. Ebenso wurden die in Rimini zurückgebliebenen Väter dort so lange zurückgehalten und mürbe gemacht, bis sie nach und nach alle die gleiche Formel unterzeichneten, einige allerdings mit Zusätzen, mit denen sie ihren orthodoxen Glauben zu retten suchten. Vgl. Hefele CG I ², 706—12.

1 Das Wort Hypostase wird hier im Sinne von οὐσία [ousia] gebraucht = Wesenheit, Substanz. In diesem Sinne findet sich der Ausdruck auch im Symbolum Nicaenum. Vgl. oben II, 8 S. 109 A. 2.

2 Damasus 366—384.

1 Auxentius, ein Kappadozier, war nach der Verbannung des katholischen Bischofs Dionysius auf der Synode von Mailand (355) von den Arianern als dessen Nachfolger aufgestellt worden. Er regierte von 355—374. Sein Nachfolger war der hl. Ambrosius 374—397. Auxentius war die Hauptstütze des Arianismus im Abendlande.

1 Athanas. Epist. ad Afros 3—4. Migne, s. gr. 26, 1033—36.

2 In c. 2 desselben Briefes. Migne 1032.

3 Jer. 2, 13.

4 Osee 8, 7.

1 Vgl. oben Kap. 9 u. 10. S. 113 ff.

2 Athanas., Apol. de fuga sua, c. 26, bei Migne 25, 677 B.

1 Die Doxologie der einen Partei lautete: Die Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste; die andere Partei dagegen betete: Die Ehre sei dem Vater durch den Sohn im Heiligen Geiste.

2 Der Kaiser Konstantius hatte sich 358, nachdem er bereits Schreiben zugunsten des Anhomöismus ausgestellt hatte, durch die semiarianischen Bischöfe Basilius von Ancyra, Eustathius von Sebaste u. a. wieder für den Semiarianismus gewinnen lassen, der auch sofort auf einer neuen Synode zu Sirmium in der dritten sirmischen Formel zum Siege gelangte. Siebzig Anhomöer wurden (nach Philostorgius) in die Verbannung geschickt. Da hielt es Leontius für geraten, mit seiner Überzeugung zurückzuhalten, um beim Kaiser nicht anzustoßen. Dafür begünstigte er aber den strengen Arianismus um so mehr im stillen. Vgl. Hefele CG I ², 680 f., 696.

3 Vgl. Theodoret, Haeret. fab. comp. IV 3, bei Migne 83, 417—21.

1 Ps. 82, 3―5 [Ps. 83, 3―5].

2 Ps. 79, 14 [Ps. 80, 14].

3 Theodoret berichtet hier ungenau. Sozomenus, der hierüber wohl besser unterrichtet ist, erzählt (HE IV, 12, Migne 67, 1153—60), daß der Kaiser zuerst Nizäa in Aussicht nahm, daß diese Stadt aber dem Basilius von Ancyra und seinen Parteigenossen wegen der Erinnerung an die dort stattgefundene erste allgemeine Synode nicht zusagte. Es sollte die Synode deshalb in Nikomedien gehalten werden. Allein diese Stadt wurde am 24. August 358 durch ein Erdbeben vollständig zerstört. Nun riet Basilius selbst zu Nizäa, der Kaiser ging auch auf den Vorschlag ein, kam aber bald wieder davon ab, da wie die ganze Gegend so auch Nizäa unter dem Erdbeben gelitten hatte, und überließ es den Bischöfen, den Ort ihrer Zusammenkunft selbst zu bestimmen. Da eine Einigung nicht zustande kam, reiste Basilius nach Sirmium, wo der Kaiser sich damals aufhielt. Inzwischen hatten aber die dort weilenden Hofbischöfe den Kaiser bereits für eine Doppelsynode und für Seleucia in Isaurien als Versammlungsort der Bischöfe des Morgenlandes gewonnen. Weiteres s. oben II, 18 S. 134 A. 1.

1 Vgl. oben II, 18 S. 134 A. I und II, 25 S. 151 A. 1.

2 Vgl. das Synodalschreiben oben II, 8 S. 106 f.

3 Der hl. Cyrillus, 347—386 Bischof von Jerusalem, scheint durch arianischen Einfluß als vermeintlicher Freund des Arianismus zur bischöflichen Würde gelangt zu sein. Er lehrte aber in seinen bald nach seiner Erhebung gehaltenen Katechesen ganz orthodox im Sinne des Nizänums, wenn er auch das nizänische Wort ὁμοούσιος [homoousios] in denselben niemals gebraucht, wahrscheinlich weil er in dem vielumstrittenen Ausdruck eine Begünstigung des Sabellianismus erblickte. Doch findet sich das nizänische Stichwort in dem Briefe an den Kaiser Konstantius über die am 7. Mai 351 zu Jerusalem beobachtete Kreuzeserscheinung. Persönliche Streitigkeiten mit dem Erzbischof Acacius von Cäsarea über die Tragweite des can. 7 von Nizäa bildeten die Einleitung zu heftigen und unablässigen Verfolgungen von Seiten der Arianer, Verfolgungen, die dem mutigen und standhaften Verteidiger des nizänischen Glaubens galten. Vgl. Bardenhewer, Gesch. d. altkirchlichen Literatur, III (1912), 273 ff. 280 ff.

1 Der Patriarch von Antiochien wäre sonst die zuständige Stelle gewesen, an welche Cyrillus gegen das Absetzungsurteil seines Metropoliten Acacius von Cäsarea hätte appellieren können.

2 Die Synode von Seleucia hielt im ganzen vier Sitzungen. Bemerkenswert ist, daß Acacius sich hier von der anhomöischen Partei trennte, indem er in der dritten Sitzung ein Symbolum einreichte, das nicht nur die Ausdrücke ὁμοούσιος [homoousios] und ὁμοιούσιος, [homoiousios] sondern auch die Bezeichnung ἀνόμοιος [anomoios]verurteilte und nur eine Ähnlichkeit im allgemeinen zugab. Nach Hilarius von Poitiers hätte die neue acacianische Partei nur eine Ähnlichkeit dem Willen, nicht aber der Wesenheit nach angenommen. Im übrigen verlief die Synode resultatlos. Schließlich wurden einem kaiserlichen Befehl gemäß zehn Deputierte gewählt, die sich an den kaiserlichen Hof nach Konstantinopel begaben und dort gezwungen wurden, die Formel von Nice zu unterzeichnen. Hefele, CG I ², 712 ff. Vgl. dazu oben S. 134 Anm. 1.

1 Τὰ ἀνομοίως προφερόμενα ἀνόμοια κατὰ τὴν οὐσίαν ἑστίν [ta anomoiōs propheromena anomoia kata tēn ousian estin].

2 Vgl. oben II, 24 S. 148 f.

3 Vgl. oben II, 14 S. 119 ff.

1 Theodoret läßt hier den Bischof Silvanus und seine Glaubensgenossen Eustathius, Basilius und Eleusius, die doch Semiarianer waren, das nizänische “ὁμοούσιος, [homoousios] gleichwesentlich”verteidigen. Aber Hefele hat wohl recht, wenn er annimmt, daß statt des nizänischen Wortes der semiarianische Ausdruck “ὁμοiούσιος, [homoiousios] wesensähnlich” zu lesen sei. — Hefele CG I ², 720 A. 2.

2 Das ist: für die wahre oder falsche Lehre.

3 Dieses geschah auf einer neuen Synode zu Konstantinopel 360. Wenige Wochen, nachdem die Verhandlungen mit den Abgeordneten von Seleucia zu Konstantinopel beendet waren (31. Dez. 359), veranstalteten die Acacianer (360) eine neue Synode zu Konstantinopel, welche die Formel von Nice (s. oben S. 134 A. 1) von neuem bestätigte und damit indirekt das streng arianische “ἀνόμοιος” [anomoios] verwarf. Die Folge war, daß nun auch Aëtius, der Hauptvertreter der anhomöischen Lehre, seines Diakonates entsetzt und in die Verbannung geschickt wurde. Aber auch die Führer der Semiarianer (Homoiusianer) wurden von den Acacianern (Homöern) unter verschiedenen Anschuldigungenabgesetzt und durch andere ersetzt. Indem aber die Acacianer an Stelle des abgesetzten semiarianischen Bischofs Eleusius von Cycicus den Eunomius erhoben, das zweite Haupt der Anhomöer, gaben sie deutlich zu erkennen, daß sie den Aëtius nicht aus innerer, gegensätzlicher Glaubensüberzeugung, sondern nur aus Rücksicht auf den Kaiser verurteilt und abgesetzt hatten. — Theodoret hält oben im Texte die beiden Synoden von Konstantinopel vom Jahre 359 und 360 nicht auseinander, sondern verbindet die rasch aufeinander folgenden zwei Synoden zu einer einzigen. Vgl. Hefele CG I ², 722 ff.

1 Vgl. 1 Kor. 1, 10.

2 Über die Spaltung der Arianer in verschiedene Parteien s. oben S. 133 A. 1.

3 Vgl. oben II, 21, S. 140.

1 Oben I 7, S. 31. — Jakobus von Nisibis war zuerst Einsiedler, dann seit 290 Bischof von Nisibis, wurde in der Verfolgung des Maximinus Daja Bekenner, ward Lehrer des heiligen Ephräms des Syrers, trat 325 auf der Synode zu Nizäa gegen den Arianismus auf und starb wahrscheinlich 338. Nach Justi, Gesch. d. alten Persiens (1879, Sammlung von Oncken I 4), S. 189 f. wurde Nisibis von dem Perserkönig Sapor II. in den Jahren 338, 346 und 350 und das nördlich von Nisibis gelegene Virta im Jahre 359 vergeblich belagert. Es scheint nun, daß Theodoret Vorkommnisse bei der dritten Belagerung im Jahre 350 (zerstörende Wirkung des Flußwassers, Zurückweichen der Elephanten und Rosse) in etwas veränderter Gestalt mit der Person des damals bereits verstorbenen hl. Bischofs Jakobus in Verbindung gebracht und in die Zeit des vierten persischen Krieges 359 verlegt hat. — Gennadius, De viris ill. c. 1, Ausgabe Bernouilli (Hieron. u. Gennad., 1895), S. 60 f.; P. Peters, La Legende de St. Jacque de Nisibe in Analecta Bollandiana 38 (1920), 285—373.

1 Mönchsgeschichte (Religiosa Historia) c. 1, bei Migne 82, 1293—1305; die Übersetzung in Bd. 50 dieser Bibl. S. 28 ff.

2 Griechisch:

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