• Lied
  • Zweiter Teil Fürchte dich nicht! Die Luthers
  • Gruselgestalten
  • Schweige und höre
  • Rückendeckung Stefan Claaß
  • Martin Luther – der Reformator auf den Spuren Wilhelm von Ockhams Eckhard Herrmann
  • Der Jesus ist dem Herrgott sein Sohn
  • Arbeitshilfen für die Gestaltung von Gottesdiensten zu Kasualien, Feierragen und besonderen Anlässen




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    Erster Teil

    Ankommen

    Die Glocken läuten. Schon vor der Kirche werden die Gäste von Mitarbeiter/innen begrüßt und bekommen Flyer mit den Liedern und liturgischen Besonderheiten des Abends ausgehändigt. Auch bei der Platzsuche sind Mitarbeiter/innen freundlich beteiligt. Viele sind neu, erleben (die) Kirche zum ersten Mal. Die Instrumente spielen Variationen der Melodie von »Heilig bist du«.



    Begrüßung

    Liturg:

    Meine Güte, wie viele! Wir wussten ja nicht. Aber dass so viele kommen: unglaublich! Seid herzlich begrüßt! »Reformation« steht in der Einladung. »Reformation« und »Allerheiligen«. Zwei Festtage. Früher groß gefeiert. Über beide gesprochen haben wir ein bisschen, in der Schule, in der Kinderkirche. Doch sie erleben? Das geht nur hier, in der Kirche. Wir wollen es miteinander versuchen. Aber sagt mal: steht heute nicht noch was anderes im Kalender?



    (Zurufe kleiner Gäste: »Halloween«! Der Name wird aufgenommen. Nicht weiter darauf eingegangen.)

    Viel los, wenn es dunkel wird. Da kann einem schon mal ziemlich anders werden, ordentlich bang. Gut dann, von einem Licht umgeben zu sein, das uns den Weg zeigt. Wie hier jetzt, in dieser Kirche, wenn wir Gottesdienst feiern!



    Lied: Heilig bist du, Ursprung der Welt

    Gottesklang, Stuttgart 1999, 4



    Eingangsgebet

    Liturg:

    Gott!


    Großes Geheimnis!

    Du bist da, wir spüren es! Du hörst uns und wir hören dich!

    Und doch: Wir können dich nicht fassen! Nicht ich, nicht wir: nichts und keiner auf der Welt!

    Sei bei uns, wenn wir von dir erzählen! Öffne unsere Augen und Ohren!

    Komm in unsere Mitte!

    Wir bitten dich!



    Alle:

    Amen.


    Zweiter Teil

    Fürchte dich nicht!

    Die Luthers

    Auf dem Boden des Altarraums werden Papiere, Bildplakate, Rollen, Textzeilen ausgebreitet, die beiden Stellwände durch Punktstrahler ausgeleuchtet, auf dem Tisch mit einer Kerze die Laterne entfacht.

    Ein Erzähler in historischem Gewand betritt den Raum.

    Erzähler:

    Lange her. Bald 500 Jahre. Aber damals, am 31. Oktober 1517, ich kann euch sagen: da war was los in Wittenberg. Ein Mönch wohnte dort, von dem noch keiner was wusste. Morgen, so der, würden viele Leute unterwegs sein, Allerheiligen feiern. Also her mit der Tinte! Her mit dem Papier! 95 Sätze darauf! Zur Schlosskirche rüber, mit Hammer und Nägeln! Die Sätze an die Eingangstür geschlagen: Jeder, der zur Messe kommt, soll sie lesen können!



    (Geht einen Schritt, nimmt ein Bildplakat vom Boden, heftet es an die Stellwand vorne.)

    So könnte er ausgesehen haben: der Mönch Martin Luther. Gemalt von einem der ganz Großen seiner Zeit!



    (Nimmt die Rolle vom Boden, heftet sie unter das Bildplakat an der Stellwand vorne.)

    Und so könnte es gewesen sein mit der Rolle und den 95 Sätzen. Wie sie ist, soll die Kirche nicht bleiben, so Martin Luther! Sie war einmal ein heller Stern, doch die in ihr das Sagen haben, die haben ihr den Glanz genommen: sie zu einem großen Jahrmarkt gemacht! Wie? Was? Zu einem Jahrmarkt? Der Papst? Die Bischöfe? Was erlaubt sich dieser Mönch!? Der Tumult war groß in der Stadt. Überall im Land. Weit über Deutschland hinaus.



    (Kleine Pause)

    Wer aber war das denn, dieser Martin Luther, der sich das traute? Ein Held? Überhaupt nicht. Schaut, wie es war bei Luthers zuhause!



    (Der Erzähler nimmt sich die Textzeile »Die Luthers« vom Boden, heftet sie an die hintere Plakatwand, darunter das Lucas-Cranach-Bild von Hans und Margarethe Luther, und geht ab. Drei Konfirmanden, als Vater, Mutter und Martin Luther gekleidet, kommen in den Altarraum. Auf dem Tisch: Laterne, Suppenteller, Löffel, Brotkorb. Margarethe steht an der Anrichte. Hans kommt dazu, setzt sich. Martin kurz danach.)

    Hans Luther:

    Was für ein Tag, Grethe! Wie lange ich das noch aushalte, ich weiß es nicht. Zwölf Stunden im Stollen. Sechs Mal die Woche. Bei Nässe und Kälte. In Gängen, gerade mal so breit, dass du reinpasst, dich voranschieben, deinen Wagen nachziehen kannst, und gerade mal so hoch, dass du den Hammer schlagen und das Gehauene einsammeln kannst. Und wenn die Laterne ausgeht, siehst du gar nichts mehr. Dazu die Angst, dass dir die Luft ausgeht und dir keine Kraft mehr bleibt, den Ausgang zu finden. Früher hab ich das alles noch weggesteckt. Aber heute? Ich weiß nicht, wie es weitergeht, Grethe, ich weiß es nicht. Aber sag: Wie geht es dir?



    Margarethe Luther: (bleibt bei der Anrichte, bereitet zu)

    Wie schon! Wie es allen Frauen geht! Du hast deine Kraft nur einmal, aber schaffst für zwei! Im Haus, auf dem Hof, auf dem Feld, die Kinder. Die Zeiten sind hart. Wetter, Krankheit, Missernte, Krieg: Du weißt nicht, was kommt. Ich will nicht klagen. Ich bin zufrieden, dass es nicht noch schlimmer ist. Im Übrigen, Hans, werden wir bald weiter zusammenrücken müssen, ich bin schwanger, unser Achtes ist unterwegs! (geht zum Tisch, stellt die Schüssel ab, setzt sich)

    Wo ist Martin eigentlich? Er ist 13. Er kann schreiben und lesen und rechnen. Meinst du nicht, er könnte dir helfen im Bergwerk?

    (Martin kommt zur Tür herein, setzt sich zu den Eltern.)

    Martin Luther:

    Ich bin zu spät. Bitte, entschuldigt! Ich war bei Jakob drüben, im Stall. Das Pferd ist krank. Und auf dem Heimweg, da hab ich nachgedacht. Was meint ihr? In die Pfarrschule soll ich? Nach Eisenach? So weit weg? Mit 50 anderen in der Klasse? Weil die Schule gut ist, wie man sagt? Aber sie kostet doch Geld! Und das Wohnen zusätzlich! Wie soll das gehen? Wir haben’s doch nicht? Ihr plagt euch doch jetzt schon, ich sehe das doch!



    Margarethe Luther:

    Recht hast du, Martin! Wir haben es wirklich nicht! Wenn ich Suppe koche, dann muss sie bis morgen reichen. Und wenn ich einen Pullover stricke, dann muss der nicht nur dir, sondern auch deinen Geschwistern passen. Es geht nicht anders. Unsere Familie ist groß. Und die Zeiten sind hart. Und deshalb hatten wir es davon, ob es nicht besser wäre …



    Hans Luther: (unterbricht, steht auf, wendet sich an Margarethe)

    Lass gut sein, Grethe! Es ist, wie es ist. Martin soll nach Eisenach. Dort lernt er Latein. Und Latein ist die Sprache der Welt. Martin lernt gut. Er soll es einmal besser haben. Nicht jeden Tag in den Stollen! Nicht jeden Tag Angst haben zu müssen, von diesem dunklen Loch verschluckt zu werden! Nicht jeden Tag mit seinen Kräften am Ende zu sein und heute nicht zu wissen, wie es morgen weitergeht! Martin soll lernen!



    (Geht ein paar Schritte, Martin zugewandt)

    Ja, die Schule ist gut. Aber Eisenach ist weit. Du wirst dort wohnen müssen, deine Freunde lange nicht wiedersehen. Wir kennen eine Familie dort. Bei der kannst du bleiben. Aber reich ist auch die nicht. Fürs Tägliche musst du schon selbst sorgen. Mit deinem Lehrer wirst du durch die Straßen ziehen und Lieder singen: bei Taufen, Hochzeiten, Beerdigungen. Dafür gibt’s ein paar Groschen. Das muss reichen!



    (Nach einer kleinen Pause, leise) Vielleicht, ja vielleicht hilft der Himmel!

    (Hans und Margarethe gehen auf Martin zu, nehmen ihn in den Arm, bleiben so eine Weile.

    Die Instrumente spielen die Melodie »Fürchte dich nicht« an, die Vokalgruppe kommt in den Altarraum, nimmt die Melodie auf, singt die erste Strophe und lädt danach alle anderen ein, in die Strophe mit einzustimmen und mehrmals zu wiederholen.)

    Lied: Fürchte dich nicht, gefangen in deiner Angst EG Baden 643

    (Die Darsteller/innen und die Gesangsgruppe gehen ab, der Erzähler kommt in den Raum zurück)

    Erzähler:

    Und dann ging er! Schweren Herzens! Ließ Vater und Mutter und Geschwister zurück, Jakob und alle seine Freunde! »Gefangen in deiner Angst!« Liebes Lied, wie Recht du hast!



    (Geht einen Schritt auf die Gäste zu)

    Aber nicht nur Martin. Und nicht nur sein Vater, seine Mutter und seine Geschwister. Es gibt die Angst, »mit der du lebst«, ja auch heute. Und wenn sie mich heute verschont, kann ich nicht sicher sein, wie es morgen ist. Mal ist sie mir nah, dann weiter weg. Mal sehe ich sie, dann wieder nicht. Sie ist wie ein Schatten. Ich krieg sie nicht los. Erzählt doch mal!



    Es entfaltet sich ein lebhaftes Gespräch zwischen Erzähler und Gästen, den kleinen zunächst, aber auch den großen, denn die Angst, »mit der du lebst«, umfasst ja nicht nur die einen und die anderen, sondern alle Menschen. Viel war vom »Alleinsein im Dunklen« zu hören, überhaupt vom »Alleinsein«: vom »Kranksein«, dem eigenen und dem von Mutter und Vater. Von der Angst auch »auf der Straße«, »den Autos«, »fremden Leuten«, »der Schule«, »dass Streit ist«, »Vater und Mutter sich trennen«, »Unwettern« etc. Unmöglich, allem nachzugehen. Es muss beim exemplarischen Ansprechen, Aufnehmen und Ernstnehmen bleiben (und nichts sollte ›zusammengefasst‹ werden, was nicht selbst genannt wurde.)

    Das Ensemble nimmt noch einmal die Melodie des soeben gesungenen Liedes auf, spielt ein paar Takte, wiederholt, wird dann aber jäh von lautem Trommelschlag und schrägem Blech unterbrochen.

    Gruselgestalten

    Gruselige Gestalten, in Bettlaken gehüllt, kommen mit ausgehöhlten Kürbislaternen zur Tür herein. Die schräge Musik scheint sie zu stimulieren. Sie nehmen die beiden Seitengänge, manche den Weg durch die Reihen und über die Matten der Gäste. Fauchend, zischend, Laute ausstoßend ziehen sie nach vorn und versammeln sich im Halbrund des Altarraums. Die Musik klingt aus, die Szene beruhigt sich.

    Erzähler: (den Gestalten zugewandt)

    He da, ihr! Wer seid ihr denn!? Und was wollt ihr!? Und warum mit diesen schrecklichen Gesichtern und Kürbisfratzen und ausgerechnet heute!?



    (geht auf zwei Gestalten zu)

    Was war das, sagt, was ihr da eben so vor euch hergezischt habt? Von »Jack« und »O’Lantern« habt ihr gebrabbelt. Von »Himmel« und »Hölle« und »verdammter Seele«. Was ist das? Was meint ihr? Erzählt!



    Erste Gestalt:

    Na ja, unsere Geschichte ist nicht ganz einfach. Jeder erzählt sie ein bisschen anders. Irgendwann war sie in Deutschland. Sie kommt aus Amerika. Aber nach dort ist sie eingewandert, irgendwann. Aus Irland.



    Zweite Gestalt:

    Vor langer Zeit, so heißt es, lebte dort ein Hufschmied. Jack, sein Name. Er war geizig und trank gerne einen über den Durst. Am Abend vor Allerheiligen saß er in der Dorfkneipe, als plötzlich der Teufel neben ihm stand. Jack, es ist deine letzte Stunde, so der: Ich hol dich. Dann tu’s doch und hol mich, so Jack darauf, aber bezahl mir einen letzten Schluck! Der Teufel zeigte sich großzügig und erfüllte ihm den Wunsch. Doch weil er keine Münze bei sich hatte, verwandelte er sich selbst in eine und wollte den Wirt bezahlen. Jack aber sah es und steckte die Münze schnell in seine Tasche. Und weil er in der ein silbernes Kreuz trug, konnte der Teufel sich nicht mehr zurückverwandeln. Ein Handel sollte es richten. Wenn ihm der Teufel noch zehn Jahre ließe, wolle er ihn frei lassen. Und so geschah’s.



    Erste Gestalt:

    Doch zehn Jahre später, wieder in der Nacht zu Allerheiligen, kam der Teufel zurück. Wieder bat ihn Jack um einen Gefallen. Pflück mir einen Apfel, es soll mein letzter sein! Der Teufel tat ihm den Gefallen, kletterte auf einen Baum und wollte den Apfel holen. Doch blitzschnell zückte Jack sein Messer und ritzte in die Rinde des Baumes ein Kreuz. Der Teufel war gefangen. Wenn du mir versprichst, so Jack, meine Seele bis in alle Ewigkeit ruhen zu lassen, will ich das Kreuz entfernen. Und so geschah’s.



    Zweite Gestalt:

    Lange danach starb Jack. Am Himmel wurde er abgewiesen. Aber auch zur Hölle blieb ihm der Zugang verwehrt, denn der Teufel erinnerte sich sehr genau. Ich will mit dir nichts zu tun haben, so der! Geh weiter! Doch weil es so kalt war und der Weg so weit, schenkte ihm der Teufel aus dem Feuer der Hölle eine glühende Kohle. Die steckte Jack in die ausgehöhlte Rübe, die er als Wegzehrung bei sich hatte, und irrt seither als verdammte Seele durch die Nacht.



    (kleine Pause)

    Erzähler: (den Gruselgestalten zugewandt)

    Es macht euch Spaß, so gruselig durch die Straßen zu laufen, an den Türen zu klingeln und den Leuten einen Schrecken einzujagen. Klar doch! Und wenn man dann noch »Süßes« geschenkt bekommt, ist die Sache ja echt gelungen!



    (kleine Pause)

    Aber eines, bitte, sagt mir noch: Was an der Sache ist denn wirklich so gruselig? Sind es die Gestalten, die Hexen, das Zischen der Gespenster? Oder ist es nicht die Geschichte, die mit Jack da passiert! Durch die Zeiten und Räume zu irren! Überall abgewiesen zu werden! Wenn du fort bist, von keinem vermisst zu werden! Wenn du da bist, von keinem gemocht zu werden!



    (kleine Pause)

    Abgewiesen, für keinen erreichbar, heimatlos zu sein!



    (kleine Pause)

    Die Hölle des Lebens!



    (kleine Pause)

    Die Instrumente spielen die Melodie des englischen Kanons »Schweige und höre« an, sie tun das sehr leise, wiederholen das eine und andere Mal, lassen sich Zeit. Die Gruselgestalten verteilen sich im Altarraum.

    Schweige und höre

    Erzähler:

    Wer Sorgen hat, braucht einen, der da ist. Der muss gar nicht viel tun: einfach da sein. Muss gar nicht viel reden: einfach zuhören. »Schweige und höre!« In Guatemala bekommen Kinder von ihren Eltern manchmal kleine Figürchen geschenkt. Wenn sie Sorgen haben, legen sie die unter ihre Kopfkissen. Und wenn sie dann aufwachen morgens, sind nur noch die Figürchen da, die Sorgen weg. Ja, manchmal hilft das. Und manchmal hilft anderes auch: Haustiere, Kuscheltiere. Aber manchmal muss es die Mutter oder der Vater oder der Bruder oder die Tante sein, die ein gutes, mir zugeneigtes Ohr haben. Viele von uns, denk ich mir, können ihr Lied von solchen Menschen singen. Es geht ja auch gar nicht anders. Leben braucht Zuneigung. Schließt ruhig mal die Augen für einen Moment und erinnert euch an die oder den, der oder die für euch da war, als ihr sie gebraucht habt, ohne Wenn und Aber, jetzt und ganz für euch allein. Ja, tut das mal! Geht diesem besonderen Augenblick noch mal nach und holt euch daraus Kraft: die Töne der Musik werden euch begleiten!



    Die Instrumente nehmen die Melodie, ganz leise, noch einmal auf. Die Vokalgruppe kommt dazu, nimmt die Melodie auf, singt im Kanon, lässt sich dafür Zeit. Wer mitsingen will, singt mit.

    Und dann macht eure Augen wieder auf, kommt zurück und schaut euch um. Sorgen euch schrecken, Angst euch gefangen nehmen? Klar doch: probieren werden sie es immer wieder. Aber es schaffen? Es wirklich schaffen werden sie nicht, denn da ist wer, der euch mag. Und darauf: genau darauf kommt es an. Wenn ihr anklopft, wird euch die Tür nicht gewiesen. Und eine glühende Kohle ist es auch nicht, die ihr bekommt fürs Weiter-nur-immer-Weiter. Aufgetan wird euch die Tür, noch ehe ihr klopft, und das Fest, zu dem ihr geladen seid, ist lange schon vorbereitet.



    (kleine Pause)

    »Und das Fest, zu dem ihr geladen seid, ist lange schon vorbereitet!« Wisst ihr eigentlich, bei wem dieses Bild im Tagebuch stand? Bei Martin Luther. Irgendwann war er angekommen, in Eisenach, in der Schule. Und irgendwann war ihm klar, du wirst für dein Tägliches selbst aufkommen müssen, Vater und Mutter schaffen das nicht. Aber immer erfuhr er auch das, weit fort von Vater und Mutter und Geschwistern und Freunden: dass da andere waren, die ihm gut waren, ihm die Stadt zeigten, ihn einluden, ihm zuhörten, ihm gut waren und irgendwann sogar seine Freunde wurden. Und später, er war da schon längst der berühmte Reformator und Bibelübersetzer, da war es dann, wieder in Eisenach, eine Geschichte, die ihm beim Übersetzen der Bibel ganz besonders gefiel, so gut, dass er sie gleich auch zur Überschrift über die ganze Bibel machte: die Geschichte vom Fest, zu dem der Vater lud, weil er den Sohn, der verloren war, wieder hatte und alle zum Fest lud, wie es größer und schöner die Welt noch nicht gesehen hatte!



    Der Erzähler nimmt ein vergrößertes Bild des »Verlorenen Sohns« und heftet es an den noch freien vorderen Plakatständer. Die Instrumente spielen die Melodie »Nada te turbe« an, die Vokalgruppe nimmt die Melodie auf und trägt sie weiter. Nach einer Weile legen die Gruselgestalten ihre Kostüme an den Baumstümpfen ab, lassen die Kürbislaternen zurück, nehmen sich die Tellerlichter und stellen sich (bei offenem Altar) im Halbkreis.

    Lied: Nada te turbe

    Kommt und singt. Liederbuch für die Jugend, 2. Auflage, Gütersloh 2016, 232



    Dritter Teil: Lass leuchten

    Gebet

    Sprecherin:

    Höre uns, Gott. Wehre allem Bösen und segne unser Gedenken in dieser dunklen Jahreszeit. An Menschen, die leben. An Menschen, die gestorben sind. Gut sind sie uns, gut uns gewesen. Das macht uns stark. Und das lässt uns leben. Und dafür danken wir dir!



    Alle:

    Gott, erhöre uns!



    Sprecherin:

    Höre uns, Jesus. Hell machst du diese Welt. Vielleicht nicht über Nacht und wie durch Zauberhand. Aber so doch, dass wir sehen: in Zeichen, in Anfängen, jeden Tag. Komm zu uns. Nimm uns die Angst und mit ihr die Versuchung, unsere Lust an der Angst anderer zu haben!



    Alle:

    Jesus, erhöre uns!



    Sprecherin:

    Höre uns, Heiliger Geist. Sei um uns und in uns. Im Feuer deines Lebens. Als Kraft gegen Kälte, Einsamkeit und Angst. Gib irrenden Seelen Frieden. Verbinde und heile Wunden. Schenke Mut zu neuen Wegen. Und gib uns ein waches, aufmerksames Gewissen in allem, was wir tun und lassen!



    Alle:

    Heiliger Geist, erhöre uns!



    Vaterunser

    Noch einmal nehmen die Instrumente und die Vokalgruppe die Melodie »Heilig bist du« auf und nehmen alle anderen ins Singen mit. Der Liturg weist beim Abklingen der Musik auf die große Verwandlung hin, die sich vollzogen hat, als aus den Gestalten des Grusels »Lichter der Welt« geworden sind.

    Liturg: (zu den Kindern im Altarraum)

    Nehmt es mit, euer Licht, wenn ihr jetzt gleich nach Hause geht!

    Nehmt es mit in euer Leben! Überall hin, wo es dunkel ist, mühsam und traurig!

    Dass es leuchte: zu einem neuen Anfang!



    (zu allen anderen)

    Die Kinder der Kinderkirche werden den Gang nach draußen gleich anführen.

    Dort aber werden Lichter genug für alle sein, die ihren Weg nach Hause in der »Hoffnung des Lichts« machen wollen. Mitarbeiter/innen werden euch dabei helfen!

    Segen

    Liturg:

    Gott segne uns die Erde,

    auf der wir stehen!

    Gott segne uns die Wege,

    auf denen wir gehen!

    Es segne uns Gott: der Vater, der Sohn, der Heilige Geist!



    Musik zum Ausklang

    Übergang zur Lesenacht



    Rückendeckung

    Stefan Claaß

    Da ist jemand hinter Ihnen! Wie hört sich das an? Oder: Da steht jemand hinter Ihnen! Wie fühlt sich das jetzt an? Im ersten Fall ziemlich unangenehm: Mir sitzt einer im Nacken, macht mir Druck. Im zweiten Fall das genaue Gegenteil: Jemand steht hinter mir und hält mir den Rücken frei.

    Martin Luther hat beides erlebt. Die Angst, zu versagen und nicht gut genug zu sein. Als ob ihm einer im Nacken sitzt und ihn antreibt, jeden Tag. Was er auch versucht, die Angst hat ihn im Griff. Und dann erlebt er, wie sich seine Erfahrung komplett umkehrt. Statt Angst und Druck im Nacken, erfährt er, dass jemand hinter ihm steht und ihm Deckung gibt. Das kann er nicht für sich behalten. Und so teilt dieser Mensch – Martin Luther – seine Erfahrungen öffentlich mit – am 31. Oktober 1517. Damit verändert er den Lauf der Geschichte. Und viele Menschen erkennen sich darin wieder, bis heute. Süßes statt Saures in der Begegnung mit Gott. Rückendeckung statt Angst im Nacken.

    Bei nicht wenigen Menschen spielt Angst im Leben eine große Rolle. Die »German Angst« ist sogar ins Englische übernommen worden. Etlichen Menschen sitzt Angst im Nacken. Anders als bei Martin Luther, aber ihr Leben ist bedrängt von Angst. Angst vor dem nächsten Tag. Angst vor dem Alter. Angst vor Flüchtlingen. Angst vor Gewalt. Bei Luther kam die befreiende Erfahrung aus der Einsicht: Da steht jemand wirklich hinter mir! Für ihn war das keine nebulöse höhere Macht, sondern Gott, wie er sich in Jesus Christus zu erkennen gibt. Der hat gesagt: »Ich lebe, und ihr sollt auch leben.« (Joh 14,19) Das ist sein Satz: Ihr sollt auch leben. Dafür hat er sich eingesetzt, um uns am Ende auch noch die Angst vor dem Tod zu nehmen.

    »Ein Christ ist ein freier Mensch und niemandem untertan!« So hat Luther geschrieben, und dieser Satz wird bis heute immer wieder zitiert. Aber Luthers Pointe war: Ich bin so frei, weil Gott mir den Rücken freihält. Und dann hat Luther einen zweiten Satz hinzugefügt: Weil ich ein freier Mensch bin, kann ich anderen Menschen zu Diensten sein und ihnen beistehen. Wer den Rücken frei hat, hat auch die Hände frei.

    Heutzutage konzentrieren sich viele Menschen auf den ersten Satz und sagen sich: Ich bin frei und niemandem untertan. Auch Gott nicht. Ich glaube, das ist ein ganz großer Verlust. Wenn Gott nicht da ist, setzen sich andere Mächte und Gewalten mir in den Nacken. Das kann irgendeine Angst sein. Oder der Druck, erfolgreich zu sein oder beliebt. Oder Abneigung gegen andere bis hin zum Hass. So ein besetztes Leben wirkt auf mich alles andere als frei. Da kommt nichts Gutes dabei raus, weder für mich noch für andere.

    Frei heißt nicht: alleine stehen. Ich kann Freiheit wesentlich stärker erfahren und nutzen, wenn mir jemand den Rücken freihält. Er sagt: »Ich lebe, und du sollst auch leben.«

    Martin Luther – der Reformator auf den Spuren Wilhelm von Ockhams

    Eckhard Herrmann

    Sie ist gerade mal 252 Meter lang. Ein kleines Theater. Einige Lokale. Ein paar Geschäfte.

    Wer hier nicht wohnt oder arbeitet oder etwas zu erledigen hat – jemanden besuchen, etwas besorgen oder eine Kleinigkeit essen –, der weiß wahrscheinlich gar nicht, dass es sie gibt, geschweige denn, wo er sie suchen soll.

    Die Münchner Occamstraße. Mitten in Schwabing. Zwischen der »Münchner Freiheit« und dem Englischen Garten.

    Wahrscheinlich eine von nur wenigen Straßen in Deutschland, die seit Ende des 19. Jahrhunderts an den um 1285 im englischen Ockham geborenen und wohl 1347 in München verstorbenen Philosophen und Theologen Wilhelm von Ockham erinnert.

    Wir wissen nicht viel über das Leben dieses Mannes. Wie schon bei seinem Geburtsjahr, so tappen wir auch bei der Suche nach Ereignissen, bei denen er dabei war, und Erfahrungen, die ihn geprägt haben, über weite Strecken im Dunkeln. Nur wenige Daten sind gesichert.

    Dass er schon früh in den Franziskanerorden eingetreten ist. Dass er als knapp 20-Jähriger zum Subdiakon, einer Vorstufe des Priesteramtes, geweiht wurde und 1317 an der Universität Oxford die Berechtigung erlangte, Vorlesungen zu halten. Dass er 1324 nach Avignon reisen musste, wo er sich – von der Kirche inzwischen als Irrlehrer angeklagt – einem Prozess stellen sollte. Dass er vier Jahre später von dort floh, um einer möglichen Verurteilung zu entgehen, und sich unter den Schutz Ludwig des Bayern begab, damals einer der schärfsten Gegner des Papstes. Dass er ab 1330 in München lebte, wo er als von seiner Kirche Exkommunizierter siebzehn Jahre später starb.

    Weit mehr als über sein Leben wissen wir über sein Werk und sein Wirken.

    Wilhelm von Ockham war ein typischer Gelehrter. Die Studierstube war sein Zuhause, Bücher zu lesen sein wesentlicher Lebensinhalt, nachdenken über Gott und die Welt war seine Berufung.

    Nachdenken über Gott, zu dem der Mensch – davon war Ockham überzeugt – nur im Glauben Zugang finden kann; und die Welt, die er sich nur durch die Vernunft erschließen kann.

    Das bedeutet zum einen:

    Gott selbst ist es, der dem Menschen die Augen öffnet für seine, für Gottes Welt.

    Allein durch seine Gnade, die er dem Menschen aus freien Stücken schenkt, ohne dass der sich, wie es die Amtskirche lehrte – etwa durch gute Taten oder besonders wohlgefälliges Verhalten – darum bemühen muss.

    Der Glaube war für Ockham ausschließlich eine Sache des Herzens und nicht des Verstandes.

    Deswegen war es für ihn auch überhaupt nicht denkbar und auch gar nicht nötig, Gottes Dasein und seine Allmacht auf vernünftigem Wege zu erklären oder gar zu beweisen.

    Und andererseits:

    Dinge, die mit Händen greifbar und mit dem Verstand begreifbar sind, nicht die Welt als ganze, aber alles Weltliche, alles in der Welt Existierende eben und damit auch die Kirche, die, so sehr er sie schätzte, doch ein Menschenwerk war, lassen sich nicht mit Gott begründen und legitimieren.

    Diese Theorie blieb nicht ohne Folgen für die Praxis.

    Die Kirche sah sich herausgefordert. Sie musste reagieren. Es ging um ihr Selbstverständnis. Und viel mehr noch: es ging um ihre Autorität und um ihre Macht.

    Wie sollte sie von den Gläubigen verlangen können, sich ihren Weisungen unterzuordnen, wenn sie diese Weisungen – auf einmal – nicht mehr mit dem Willen Gottes begründen konnte?

    Ockham war zu weit gegangen.

    Aus dem geachteten Lehrer war – für den Papst und die Kurie – ein umstrittener Irrlehrer geworden. Ein Ketzer, der an den Grundfesten der Kirche rüttelte und das Volk zu verunsichern und gegen den Papst aufzubringen drohte. Ockhams für seine Zeit modernes, zu modernes Denken, ja, Ockham selbst war zum Risiko geworden. Dem galt es einen Riegel vorzuschieben.

    Durch eine Untersuchung und ein Verfahren in Avignon, von 1309 bis 1377 Sitz der Päpste und danach noch einmal vierzig Jahre lang Sitz der Gegenpäpste. Ockhams Flucht nach München rettete ihm schließlich das Leben.

    Im evangelischen Theologiestudium spielt Wilhelm von Ockham heute nur eine Nebenrolle. Wer sich nicht schwerpunktmäßig mit ihm und der Epoche beschäftigt, in der er lebte und wirkte, der könnte ihn fast übersehen. Wie die kleine, fast versteckte Occamstraße in München.

    Zweihundert Jahre später: Martin Luther. Nicht nur die unzähligen Straßen, die seinen Namen tragen, zeugen von seinem gegenüber Ockham weit größeren Bekanntheitsgrad. Auch seine Wirkungsgeschichte reicht erheblich weiter.

    Luther begegnet dem Werk Ockhams erstmals während seines Studiums. Das Denken des englischen Franziskanermönchs spricht ihn an. Auch Luther braucht keine Berechnungen, keine Beweise, um Gott vertrauen zu können. Gott ist für ihn einfach da.

    Nicht der Verstand und nicht die Vernunft, nein, sein Glaube ist ihm – wenn man so will – Beweis genug. Hier, im Glauben, erfährt er die Nähe und die Liebe seines Gottes. Seines ganz persönlichen, seines ihn in seiner je besonderen Lebenssituation ansprechenden Gottes.

    In der Bibel finden wir viele Geschichten, in denen Menschen erzählen, wie Gott sie angesprochen hat. Meist auf eine Weise, die sich Fremde, Außenstehende ganz anders – nämlich verstandesmäßig – erklären als die direkt Betroffenen.

    Mose zum Beispiel, der beim Schafehüten einen brennenden Dornbusch sah:

    Da sprach er: Ich will hingehen und die wundersame Erscheinung besehen. Als aber der HERR sah, dass er hinging, um zu sehen, rief Gott ihn aus dem Busch und sprach: Mose, Mose! Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. (Ex 3)

    Oder Saulus, der zunächst erbitterte Gegner der Christen:

    Als er in die Nähe von Damaskus kam, umleuchtete ihn plötzlich ein Licht vom Himmel; und er fiel auf die Erde und hörte eine Stimme, die sprach zu ihm: Saul, Saul, was verfolgst du mich? Er aber sprach: Herr, wer bist du? Der sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgst. Steh auf und geh in die Stadt; da wird man dir sagen, was du tun sollst.

    Die Männer aber, die seine Gefährten waren, standen sprachlos da; denn sie hörten zwar die Stimme, aber sahen niemanden. Saulus aber richtete sich auf von der Erde; und als er seine Augen aufschlug, sah er nichts. Sie nahmen ihn aber bei der Hand und führten ihn nach Damaskus; und er konnte drei Tage nicht sehen. (Apg 9)

    Menschen erleben, wie Gott ihnen die Augen öffnet, sich ihnen zu erkennen gibt und sie anspricht. Nur selten so spektakulär wie Mose und Paulus, aber doch klar und deutlich und vor allem ganz persönlich.

    Aber das erleben, sehen, hören und verstehen eben nur sie selbst. Im Glauben.

    »Das Evangelium ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben« (Röm 1,16) schreibt Paulus in seinem Brief an die Christen in Rom.

    In diesem Glauben tritt der Mensch – und das ist das zweite, das Luther mit Ockham verbindet – allein, selbstständig vor Gott. Ohne dass ihm jemand den Weg dafür ebnen, ihn an der Hand führen und die Tür öffnen müsste.

    Auch und vor allem ohne die Kirche, die lehrt, dass sie und nur sie allein den Kontakt zu Gott vermitteln könne. »Außerhalb der Kirche kann und darf es kein Seelenheil geben« (Konzil zu Florenz 1438–1445), heißt es in Rom.

    Dagegen fordern und bekennen Ockham und Luther: »Ein feste Burg ist unser Gott.« (EG 362,1) Und nicht die Kirche. Die ist Menschenwerk.

    »Der HERR ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten? Der HERR ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen?« (Ps 27,1)

    Und ein Drittes schließlich:

    Ockhams Vorstellung, dass Gott den Menschen allein aus Gnade von seiner Schuld freispricht, ohne dass der etwas dafür tun, sich diese Gnade womöglich sogar erkaufen und Gott dadurch in die Pflicht nehmen könnte.

    »Von wegen!«, sagt Luther mit Ockham, und dichtet – geradezu kämpferisch:

    »Mit unsrer Macht ist nichts getan, wir sind gar bald verloren;

    es streit’ für uns der rechte Mann, den Gott hat selbst erkoren.

    Fragst du, wer der ist? Er heißt Jesus Christ,

    der Herr Zebaoth, und ist kein andrer Gott,

    das Feld muss er behalten.« (EG 362,2)

    Gott nimmt uns an, wenn und weil er uns annehmen will. Darin sind sich Ockham und Luther einig. Gott schenkt uns seine Gnade. Bedingungslos und aus freien Stücken. In und durch seinen Sohn Jesus Christus. »Einen anderen Grund kann niemand legen.« (1Kor 3,11) Kein Mensch und auch die Kirche nicht.

    »Ich bin von Ockhams Partei«, sagt Luther später. Auch wenn er sich mit der Zeit von vielem distanzierte, was die Theologen des 14. Jahrhunderts lehrten, die »Sautheologen«, wie er sie einmal sogar nannte – in diesen drei Punkten war sich Luther mit Ockham einig. In diesen drei Punkten war Luther »von Ockhams Partei«.

    Keiner von beiden, weder der praxisorientierte Reformator Luther, noch der theoretisch denkende Philosoph Ockham, hatten jemals vor, die Kirche zu spalten. Dazu war ihnen die Kirche viel zu wichtig, viel zu lieb. Sie wollten die Kirche näher zum Menschen und den Menschen näher zur Kirche bringen.

    Angetrieben und geleitet einzig und allein von der Heiligen Schrift, vom Wort Gottes, das für sie die höchste und unanfechtbare Autorität und alleinige Quelle des Glaubens war.

    Beide wurden dafür bestraft. Exkommuniziert. Von den kirchlichen Sakramenten ausgeschlossen. Und in eine Rolle gedrängt, die sie selbst nie angestrebt hatten.

    Was bleibt? Was bleibt für die Praxis unseres Glaubens? Von Wilhelm von Ockham und von Martin Luther? Nach siebenhundert, nach fünfhundert Jahren?

    Es bleiben die Erinnerung und der Dank an zwei Männer, die in ihrem Denken, Reden und Handeln neue Wege beschritten haben. Wege, auf denen sie ihre Zeitgenossen und die Nachgeborenen mitgenommen haben, um ihnen Mut zu machen. Mut, frei, ohne Zwang und ohne Angst zu glauben.

    Zu glauben an einen einladenden, einen freigebigen, einen gnädigen Gott, auf den wir mit leeren Händen zugehen können und der uns annimmt, wie wir sind. Als Menschen, die ihm lieb und teuer sind.

    Zu glauben an einen Gott, der uns erhört, wenn wir bitten:

    »Ach bleib mit deiner Gnade bei uns, Herr Jesu Christ,

    dass uns hinfort nicht schade des bösen Feindes List.« (EG 347,1)

    Der Jesus ist dem Herrgott sein Sohn


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